
Mareeka und Susanne Reiter, Foto: Anders
Nachdem ich mich schon nahezu mein ganzes Leben mit Pferden beschäftigt hatte, entdeckte ich immer mehr meine große Vorliebe für das arabische Pferd. Seit 1989 erfüllte sich mein Wunsch, arabische Pferde zu besitzen und mit ihnen zu leben: wir kauften zwei tragende Vollblutaraberstuten spanischer Blutlinien. Eine der Spanierinnen, Mendessa (Menzahib x Kanita von Tabal), überzeugte gleichermaßen als Reitpferd wie auch als Zuchtstute, so daß ich diese Stutenlinie über Mendessas Tochter Marratxi behielt.
Trotz der Vorzüge der ‚Spanier’ (Rittigkeit, gute Oberlinien und überdurchschnittliches Gangvermögen bei solidem Fundament) ließ ich mich in zunehmendem Maße von dem Adel und der besonderen Typausstrahlung ägyptisch gezogener Araber bezaubern. Doch auch die Kombination dieser beiden Blutlinien brachte immer wieder herausragende Reit- und Schaupferde hervor, die die Qualitäten beider Linien vereinten. Daher stellten wir unsere Zucht allmählich auf rein ägyptische und spanisch-ägyptische Pferde um, Marratxi als hervorragende Zuchtstute ist zur Zeit unsere einzige rein spanische Vertreterin. Sie bewies ihre Vererbungskraft insbesondere mit Hengsten anderer Blutlinien.
Nachdem wir zunächst mit den ‚Golden Cross’ gezogenen Pferden Schauerfolge feiern durften, gelang es uns in den Folgejahren, auch zunehmend qualitätsvollere rein ägyptische Araber zu ziehen, so dass auch diese auf Schauen erfolgreich konkurrieren konnten. Trotz des für uns vielleicht wichtigsten Kriteriums der Typausstrahlung haben wir versucht, darauf zu achten, dass insbesondere der Charakter unserer Zuchtpferde einwandfrei und menschenbezogen war und ist, indem wir schwierigere Individuen auf Dauer aus unserer Zucht herausgenommen haben. Schließlich sollte das arabische Pferd neben aller Schönheit vor allem auch dem Anspruch als verlässlichem Reitpferd und Familienpferd gerecht werden.